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450 faire Rosen verteilt

Aktion „Flower Power“ in Neumarkt - Farbtupfer in der Pandemie

Bunte Farbtupfer am Wochenmarkt - Fair gehandelte Rosen zum Weltfrauentag (Foto: Herbert Meier).

Bunte Farbtupfer am Wochenmarkt - Fair gehandelte Rosen zum Weltfrauentag (Foto: Herbert Meier).

Innerhalb von 3 Stunden wurden am 11. März am Wochenmarkt 450 fair gehandelte Rosen verteilt. Neumarkterinnen jeden Alters haben sich „Corona-konform“ selbst bedient und sich eine Rose in der Lieblingsfarbe ausgesucht. Aber auch einige Männer haben sich heran getraut und eine Rose für ihre Frau mitgenommen. Die Resonanz war großartig - vielen Bürgerinnen ist der Faire Handel wichtig, wie mehrfach bestätigt wurde. Die Rosen selbst waren eine Augenweite und zogen die Passantinnen förmlich an. Dies kann durchaus als Ausdruck dafür gewertet werden, dass die Menschen sich nach „Farbtupfer“ in der Pandemie sehnen.

Anlass der Flower Power-Aktion war der Weltfrauentag, der jedes Jahr am 8. März ausgerufen ist. Die Organisation erfolgte durch die Koordinierungsstelle der Fairtrade Stadt Neumarkt zusammen mit dem Bündnis für Familie. Als Hauptstadt des Fairen Handels geht Neumarkt auch beim Thema „fair produzierte Blumen“ als Vorbild voran, denn im Rosenanbau herrschen oft schlechte Arbeitsbedingungen. Die meisten Rosen kommen aus ostafrikanischen Ländern wie Kenia, Äthiopien und Tansania. Dort arbeiten viele Frauen als Pflückerinnen unter schlechten Bedingungen.  Dass es auch anders geht, darauf macht Fairtrade Deutschland aufmerksam. Denn es gibt Alternativen. Schon jede dritte Rose, die in Deutschland verkauft wird, ist fair gehandelt und trägt das Fairtrade-Siegel. Das bedeutet für die Frauen auf den Blumenfarmen mehr Gleichberechtigung und bessere Arbeitsbedingungen. Das Fairtrade Siegel im Blumen-Anbau steht darüber hinaus auch für feste Arbeitsverträge, Mutter- und Arbeitsschutz sowie strenge Umweltkriterien, insbesondere im Bereich Pestizideinsatz und Wasserverbrauch.  

Seit über 10 Jahren ist Neumarkt ausgezeichnete Fairtrade-Stadt und hat sich mit diesem Titel auch verpflichtet, faire Handelsbedingungen  zu fördern. Außerdem wollten die Organisatoren mit der Pop-Up-Rosenaktion einen positiven Akzent in der Corona Pandemie setzen. Neben dem Aspekt des Fairen Handels war es auch das Anliegen, gerade im Hinblick auf den Weltfrauentag  die Wertschätzung für die Leistungen der Frauen in Neumarkt durch die Mehrbelastung in der Corona Pandemie ausdrücken. Denn Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist nicht nur eine Frage in Ostafrika, wo die Rosen herkommen, sondern rückt auch in Deutschland zunehmend in den Fokus. So sind Fairer Handel und Gleichberechtigung  zwei Seiten der selben Medaille.

von Ralf Mützel

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